In der Gegenwart verlieren insbesondere dörfliche Grundzentren aufgrund von demographischen, wirtschafts- und sozialstrukturellen Veränderungsprozessen immer häufiger ihre zentralörtlichen Funktionen und damit zumindest teilweise ihre Bedeutung für die Sicherung der Daseinsvorsorge. Dieser Prozess wird auch als Erosion des Konzepts der Zentralen Orte bezeichnet.
In einem Artikel in der Zeitschrift „Neues Archiv für Niedersachsen 2/2025“ haben Prof. Dr. Ulrich Harteisen und Dr. Swantje Eigner-Thiel (beide ZZHH) diese Problematik aufgegriffen und zeigen Möglichkeiten und Grenzen auf, wie Dorfbewohnerinnen und Dorfbewohnern Mitverantwortung für die Sicherung der Daseinsversorgung in den Bereichen Nahversorgung, Mobilität und Kultur übernehmen können. Dazu werden zunächst ausgewählte Ergebnisse eines Forschungsvorhabens, in dem u. a. die Situation der Daseinsvorsorge in Dörfern von Westfalen-Lippe betrachtet wurde, dargestellt. Im Anschluss werden zur Veranschaulichung konkrete Initiativen zur Sicherung der Daseinsvorsorge aus Dörfern in Südniedersachsen vorgestellt.
Fahrerinnen und Fahrer des Vereins "Mobiles Badenhausen"