Am Dienstag, den 29.09.2026 fand die Tagung der Landesarbeitsgemeinschaft der Einrichtungen für Frauen- und Geschlechterforschung in Niedersachsen (LAGEN) in Kooperation mit dem HAWK Netzwerk Genderforschung statt. 

Unter dem Leitthema „Arbeits und Lebensverhältnisse in ländlichen Räumen – intersektionale Analyse“ wurden aktuelle Forschungsergebnisse vorgestellt. In unserem Workshop gemeinsam mit Prof. Dr. Susanne Gerner (Evangelische Hochschule Hessen) und Prof. Dr. Monique Ritter (HAW Landshut) wurden zunächst quantitative Befunde des Projekts JOLanDA präsentiert. Die Studie zeigte, dass territoriale Disparitäten geschlechtsspezifische Unterschiede verstärken und dass Peripherisierungsprozesse als intersektionale Differenzlinie zu verstehen sind. 

 

Anschließend wurden qualitative Ergebnisse des länderübergreifenden Verbundvorhabens „Frauen als Akteurinnen in gesellschaftlichen Transformationsprozessen mit Fokus auf strukturschwache ländliche Räume“ vorgestellt. Das Projekt analysierte, wie Frauen in kommunalen, zivilgesellschaftlichen und informellen Kontexten lokale Entwicklungsprozesse mitgestalten, welche Netzwerk und Beteiligungsstrukturen sie nutzen und welche mehrdimensionalen (Gender-, Migrations-, Milieu- ) Ausschlussmechanismen sie erfahren. 

Die Tagung verband Rural Studies, Gender Studies und Beteiligungsforschung und gab konkrete Impulse für eine macht- und diversitätssensible Forschungsagenda in ländlichen Räumen.